Auswirkungen von Radfahren auf Gelenke und Knochen

Bewegungsmangel - Gift für unsere Gelenke

Gesunde und funktionierende Gelenke tragen genauso wie die Muskulatur zu einer guten Bewegungsfähigkeit bei. Der durchschnittliche deutsche Arbeitnehmer verbringt sechs bis sieben Stunden am Tag sitzend. Menschen mit einem Bürojob kommen dagegen schon auf 9,6 Stunden; das ist 3,6 Stunden länger als allgemein noch als angenehm empfunden wird.  Um den Auswirkungen von Bewegungsmangel auf unsere Gelenke entgegenzuwirken, hat sich Radfahren als äußerst effektiv erwiesen. Das Kurbeln der Pedale stellt für die großen Hauptgelenke wie Knie, Knöchel und Hüfte ein schonendes, zyklisches Bewegungsmuster dar. Bei richtiger Sitzposition werden etwa 70-80% des Körpergewichts vom Sattel getragen. Die Belastung auf die Gelenke ist im Vergleich zu anderen Sportarten sehr gering.

Die Nährstoffversorgung

Bereits nach zehn Minuten wird die Nährstoffversorgung mobilisiert und die Gelenkflächen geschmiert. Das beides geschieht durch die Gelenkflüssigkeit, die in der Gelenkinnenhaut gebildet wird. Nur durch Bewegung des Gelenkes werden die dafür optimalen Bedingungen geschaffen. Der Stoffaustausch geschieht durch den stetigen Wechsel zwischen Zusammendrücken und Druckentlastung. Gelenke und Knochen (die Knochen besonders beim Krafttraining) erhalten durch Druckunterschiede die entsprechenden Reize um auf Belastungen zu reagieren, Stoffwechselprozesse einzuleiten und Substanz aufzubauen.

Prävention

Der Einfluss sportlicher Aktivitäten auf degenerative Gelenkerkrankungen ist zwar noch nicht abschließend geklärt, aber Experten konnten beweisen, dass gelenkschonender Sport wie Radfahren bei einem gesunden Gelenk auch bei mehreren Stunden täglich nicht zu Arthrose, der häufigsten degenerativen Erkrankungen, führt. Vielmehr wird beobachtet, dass moderate Belastung bei Arthrose helfen kann.

Weitere Informationen über Arthrose findet ihr in unserem Artikel Mit Radfahren Arthrose vorbeugen

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