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"Ich will etwas aufbauen, das die Welt verändert!"

Über Träume und Größenwahn, die Gründerszene und das Belohnungsprogramm: Radbonus Gründerin und Geschäftsführerin Nora Grazzini im Interview mit dem Startup-Inkubator Startplatz.

Interview: Anika Lotter

Nora Grazzini berichtet über die Verwirklichung ihrer Träume. Was sie motivierte, ihr Hobby zum Beruf zu machen.
STARTPLATZ: Kannst du Radbonus mit weniger als 50 Wörtern beschreiben?
Nora Grazzini: Radbonus ist ein Belohnungsprogramm für Radfahrer.
Für gefahrene Rad-Kilometer bekommen unsere Nutzer von unseren Partnern finanzielle Prämien. Zu den Partnern zählen Krankenkassen, Arbeitgeber, Bike-Shops und noch viele mehr.

STARTPLATZ: Was hat dich motiviert Radbonus zu gründen?
Nora Grazzini: Ich wollte etwas aufbauen, das die Welt verändert. Und das am besten mit einem funktionierenden Business, welches ich von vornherein eigens gestalten kann. Momentan kann ich mir in meinem Leben keine spannendere Herausforderung vorstellen.

STARTPLATZ: Was glaubst du, ist der Grund, warum es weniger Gründerinnen als Gründer gibt?
Nora Grazzini: Frauen haben oft nicht den Mut, den nötigen Schritt zur Gründung zu wagen und zu sagen: „Ich weiß nicht alles, aber ich schaffe das, ich mache das und ich werde erfolgreich sein!“
STARTPLATZ: Gründen Männer anders als Frauen?
Nora Grazzini: Groß zu denken ist bei Frauen selten gerne gesehen oder wird kritisch hinterfragt. Frauen versuchen, realistisch zu bleiben und untertreiben häufiger. Zum Gründen gehört neben der Fähigkeit, zu träumen, auch eine gehörige Portion Größenwahn. An dieser Stelle kann ich jeder Gründerin empfehlen, sich von der Startup-Szene in den USA inspirieren zu lassen, die mich dazu ermutigt hat, größer zu denken und weiter gesteckte Ziele anzustreben. Dieses Selbstbewusstsein sollten wir Gründerinnen in Deutschland noch viel mehr kultivieren.
STARTPLATZ: Was glaubt ihr muss sich in der Startup-Szene verändern, damit mehr Frauen gründen?
Nora Grazzini: Ich kann nicht einschätzen, ob es an der Startup-Szene liegt. Was ich häufig beobachte ist, wie Frauen Männer in ihrer Selbstständigkeit unterstützen und ermutigen, während es, wenn es um die eigene Idee und dessen Verteidigung geht, schwierig wird.
STARTPLATZ: Was für Möglichkeiten und Angebote für Gründerinnen gibt es bereits und haltet ihr diese für sinnvoll?
Nora Grazzini: Ich bin zurzeit dabei, gemeinsam mit anderen Frauen ein Gründerinnen-Netzwerk aufzubauen, weil ich weiß, wie wichtig ein Austausch für mich, aber auch für mein Gegenüber sein kann. Außerdem bin ich der Meinung, dass Vorbilder helfen, selbst den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen, denn „wenn die Anderen das können, kann ich das auch!“
STARTPLATZ: Was macht deiner Meinung nach eine erfolgreiche Gründerin aus?
Nora Grazzini: Die Frauen, die ich kenne, sind fachlich sehr kompetent und von Natur aus fleißig. Wenn sie sich trauen und dran bleiben, funktioniert es! Ich persönlich würde mich sehr über eine Mitgründerin freuen, die ebenfalls 100 Prozent gibt, wodurch hochwertige Ergebnisse erzielt werden können. Bis jetzt hat es zwar noch nicht gepasst, aber ich suche weiter.

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