Technische Aspekte zum Radbonus-Tracking über GPS

Die Radbonus-App ermittelt hauptsächlich die Rad-Kilometer über GPS. Die Position wird über eine Kreuzpeilung zwischen mehreren (mindestens vier) Satelliten bestimmt. Durch die aktuelle Anzahl von 42 Satelliten im Orbit ist in Mitteleuropa im Regelfall eine Verfügbarkeit von 6-7 “sichtbaren” Satelliten gegeben, was im Normalfall eine Bestimmung auf wenige Meter genau möglich macht.

Einschränkungen

Die Standortbestimmung über das GPS unterliegt jedoch naturgemäß einer gewissen Ungenauigkeit. Dies impliziert eine Streuung bei daraus resultierenden Strecken und Geschwindigkeitsberechnungen.

Die Messungen erfolgen in einem Frequenzbereich zwischen 1,2 und 1,6 GHz. Hierzu ist eine quasi-optische Verbindung zwischen Empfänger und Satellit notwendig. Der Empfänger muss den Satelliten “sehen” können und kann nicht unterscheiden, ob er eine Reflexion von einem oder gar mehreren Signalen erhält.

Um dies zu unterbinden werden in der Luft- und Seefahrt verschiedene terrestrische und satellitengestützte Verfahren benutzt. Bei einfachen, preiswerten Empfängern, wie sie in modernen Smartphones zum Einsatz kommen, ist dies jedoch nicht der Fall. Der Empfänger übermittelt einen Wert (Accuracy), um die Genauigkeit einschätzen zu können.

Die “echte” Ungenauigkeit kann hierbei gravierend vom mitgeteilten Wert des Empfängers abweichen. In einigen Fällen können sich die Werte durchaus um einen Faktor 10 unterscheiden. Daraus resultierten Werte, die mehr als 100m neben der wahren Position liegen. Radbonus hat keinen Einfluss auf die Qualität dieser Daten, da diese von der Hardware und den geografischen Gegebenheiten abhängig sind.

Auf diesen Daten aufbauend greift Radbonus auf rechnerische Verfahren zurück, um die Messung zu korrigieren bzw. eine Quantifizierung der Plausibilität und Genauigkeit zuordnen zu können.

In der Radbonus-App werden die Positionen aus Gründen des Datenschutzes nicht gespeichert und nicht an den Server übermittelt. Es können daher nur wenige zurückliegende Messungen betrachtet werden, was eine Bewertung der Plausibilität zusätzlich erschwert.

Bei Radbonus kommt zur Aufgabe der reinen Streckenermittlung noch hinzu “echtes” Radfahren von Betrugsversuchen oder versehentlichem Tracken mit anderen Fortbewegungsmitteln zu unterscheiden. Hierfür werden diverse Faktoren wie Geschwindigkeit, Beschleunigung, Kurvenradius herangezogen. Mit Verfahren der linearen und logistischen Regression wird der Algorithmus weiter verfeinert. Bei diesem Prozess können ungewöhnliche Datensätze in andere Kategorien als Radfahren eingestuft werden, was (selten) zu einer Fehleinschätzung führen kann.

Wenn Sie noch offene Fragen zum Thema Tracking haben, wenden Sie sich gerne unter service@radbonus.com oder telefonisch an uns!