Radfahren mit Kind

Um sich in der Stadt möglichst schnell fortbewegen zu können, bietet das Fahrrad nach wie vor eine umweltschützende, flexible Alternative zu den öffentlichen Verkehrsmitteln und dem eigenen Auto. Um auch mit Kind die Vorzüge des Radfahrens genießen zu können, gibt es zahlreiche Möglichkeiten Kinder bei Radtouren, auf dem Weg zur KiTa oder einfach von A nach B mitzunehmen.

Welche der vielen Möglichkeiten sein Kind auf dem Rad oder mit dem Rad mitzunehmen die Richtige ist, hängt zum einen davon ab, welches Fahrrad man hat, welchen Einsatzbereich man bevorzugt, wie alt das Kind ist und wie tief man in den Geldbeutel greifen möchte.

Der Kinderanhänger

Im Kinderanhänger, welcher hinten mit einer Kupplung an das Rad der Eltern montiert wird, haben bis zu zwei Kinder bequem und wettergeschützt Platz. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Anhänger auch für längere Touren, leichte Geländestrecken oder gar den Wocheneinkauf nutzbar ist.
Einsitzer sind hier natürlich etwas kompakter und schmaler als die Zweisitzer-Variante. Der Kinderanhänger bietet tolle Optionen, wie den Einbau von Kopfstützen, Sitzverkleinerern für kleine Kinder, Liegen oder Babyschalen sowie Regenplanen zum Schutz vor Schmutz oder Regen. Schafft man sich zusätzlich ein Buggyset an, kann man ihn sogar als Kinderwagen nutzen!
Um die Fahrt für die Kinder so angenehm wie möglich zu gestalten, sollten die Reifen möglichst breit und nicht zu prall aufgepumpt sein. Zusätzlich werden Unebenheiten durch Dämpfungen und Federn ausgeglichen, die auf das Gewicht des Kindes angepasst werden sollten. Außerdem gilt je fester die Verbindung von Fahrrad und Anhänger, desto weniger schaukelt das Gespann. Um das Geschehen bestens im Blick zu haben, empfiehlt sich außerdem ein Rückspiegel am Lenker.

Das Lastenrad

Das Lastenrad unterscheidet sich insofern vom Kinderanhänger, dass die Kinder fast immer vor dem Fahrenden sitzen, sodass sie nicht unbeobachtet sind. Es gibt sowohl einspurige als auch zweispurige Lastenrad-Modelle. Beim einspurigen, etwas schmaleren Modell mit zwei Rädern sind die Fahreigenschaften ähnlich wie bei einem normalen Fahrrad, der Stand jedoch etwas unsicherer und die Fahrstabilität nimmt bei hoher Beladung ab. Das einspurige Modell eignet sich daher nur für ein Kind.  Für bis zu zwei Kinder eignet sich das zweispurige Modell, welches drei Räder besitzt und eine größere Fläche für die Kinder bietet. Diese Variante ist insofern komfortabler, dass sie stabiler steht und fährt. Ein Nachteil ist jedoch die langsamere Fahrgeschwindigkeit und das schlechtere Kurvenverhalten. Dennoch eignet sich das Modell gut für Distanzen im Nahbereich. Bei Bedarf kann jedoch auch ein Elektromotor eingebaut werden.

Das Trailerbike

Als Trailerbike bezeichnet man halbe Kinderräder, die anstelle des Vorderrads eine Kupplung besitzen, mit der sie an das Zugrad angehängt werden. Es stellt eine tolle Zwischenlösung für Kinder dar, die schon Rad fahren können, aber noch nicht geübt sind oder keine langen Strecken fahren möchten.
Es gilt zu beachten, dass das Zieh-Fahrrad für das Ziehen von Trailerbikes ausgelegt ist und eine Montage möglich ist. Des Weiteren wird auch hier ein Rücklicht und ein roter Rückstrahler benötigt und das eigene Rücklicht sollte abgedeckt werden um das Kind nicht zu blenden. Außerdem sollte das Trailerbike ebenfalls eine Gangschaltung haben, damit das Kind mittreten kann und den Spaß am Fahren zu behalten. Ebenfalls zum Schutz des Kindes sollte das Schutzblech des Zugrades möglichst weit nach unten gehen.

Der Kindersitz

Die günstigste aller Varianten zum Transport von Kindern auf oder mit dem Fahrrad stellt nach wie vor der klassische Kindersitz dar. Dieser kann genutzt werden, sobald das Kind von alleine sitzen kann und wird meist am Heckträger befestigt. Die meisten Sitze sind bis zu einem Gewicht von 22kg zugelassen, was etwa einem Kindesalter von fünf Jahren entspricht. Auch hier sollte darauf geachtet werden, dass der Helm hinten abgeflacht ist. Um das Kind vor jedem Wetter zu schützen eignet sich beispielsweise der Komfort-Wetterschutz „WichtelWarm“ von Dilassi. Mit der Radbonus App könnt ihr euch bei Dilassi 5% oder 10% Rabatte durch’s Radfahren verdienen!

 

Zusammenfassend kann man also sagen, dass der Kinderanhänger die meisten Möglichkeiten zur Modifikation bietet, da er sowohl für Kinder nutzbar ist, welche noch nicht selbstständig sitzen können als auch für größere und mehrere Kinder. Des Weiteren bietet er die Option zum Buggy umgebaut werden zu können und bietet den Kindern Schutz vor Witterungseinflüssen.  Für Kinder, die schon selbstständig sitzen können, empfiehlt sich entweder der Kindersitz, das Lastenrad oder der Kinderanhänger. Für größere Kinder bietet sich das Trailerbike an, da sie sich bereits selbstständiger fühlen, jedoch noch nicht allein dem Straßenverkehr ausgesetzt sind und durchatmen können, wenn es zu anstrengend wird.

 

Der richtige Helm

Auch wenn in Deutschland allgemein keine Helmpflicht gilt, ist dieser vor allem für Kinder besonders empfehlenswert für Kinder. Nicht nur wenn diese alleine mit dem Rad unterwegs sind, sondern auch wenn sie mit ihren Eltern am Straßenverkehr teilnehmen. Zunächst sollte der Helm auf jeden Fall richtig passen, das heißt weder wackeln noch rutschen. Hier muss beachtet werden, dass je nach Kopfform unterschiedliche Helme benötigt werden. Das Kind sollte den Helm also auf jeden Fall anprobieren! Außerdem sollte auf das GS (geprüfte Sicherheit) Zeichen geachtet werden, denn da Kunststoffe altern können sollte unbedingt auf das Herstellerdatum geschaut werden. Wie bereits erwähnt, sollten die Kinderhelme hinten abgeflacht sein, um der Rückenlehne der Sitze nicht in die Quere zu kommen. Zudem ist die Stirnpartie oft verlängert um dem Gesicht mehr Schutz zu bieten.

 

Quelle: ADFC

 

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