Motivation, Radfahren

Das Fahrrad ist ja, wie wir alle wissen eine der tollsten Erfindungen überhaupt. Aber so wie der Mensch tickt, will er immer alles verbessern. Das gelingt ihm aber leider nicht immer. Passend zum 200sten Jubiläum des Drahtesels haben wir uns gefragt: Welche Fahrrad Fails gibt oder gab es? Und haben festgestellt: so einige. Um euch nicht zu langweilen, haben wir die absurdesten Fahrrad Fails für euch zusammengestellt und wünschen euch viel Spaß beim Lesen.

MTB-Fails: Das 1984er Cannondale

Hier kamen die Erfinder auf die Idee, das Vorderrad des Mountenbikes um ganze 2 Zoll größer zu gestalten, als das hintere. Der Sinn dahinter war, dass das Vorderrad so besser über größere Steine oder Äste fahren und das hintere besser beschleunigen kann. Jedoch hat sich diese Erfindung aus optischen Gründen nicht bewährt. Heute werden diese Art MTBs auch noch hergestellt, jedoch mit einer Differenz von 0,5 Zoll, was deutlich angenehmer für das Auge des Radliebhabers ist.

MTB-Fails: Schneeflockenspeichen

Hört sich nett an, war aber der Fail schlechthin. Wie der Name schon sagt, wurden die Speichen hier schneeflockenartig angelegt. Der Sinn dahinter? Schönheit! Allerdings hatten die Nutzer bald die Nase voll von der eigenartigen Erfindung, denn sobald sich auch nur eine Speiche verbog, kostete es viel Zeit und Nerven bis diese wieder gerichtet war. Die Zentrierung der Speichen bzw. die korrekte Anordnung dieser war jedoch von Nöten, damit das Rad auch seine Funktion erfüllt. Und so landete diese Erfindung schnell wieder auf dem Trümmerhaufen.

MTB-Fails: Dics Wheels

Wer in den 90ern richtig hip sein wollte, musste die Dics Wheels von Tioga haben. Hier handelte es sich um eine Art Felgen fürs Fahrrad. Die Dics Wheels bedeckten das Rad komplett und waren in allen Farben und Mustern erhältlich. Sah cool aus und spiegelte die jeweilige Persönlichkeit wieder. Der Nachteil? Sie neigten dazu, nach kurzer Zeit Risse zu bekommen. Wäre kein Problem, wenn sie nicht so teuer wären. Bis heute werden die coolen Teile als „Antikware“ verkauft. Wer das original haben möchte, muss jedoch tief in die Tasche greifen. Dem Preis ist nach Oben kein Limit gesetzt.

Abgesägte Lenker

Ob einer von uns heute darauf käme seinen Lenker um einige Zentimeter abzusägen? Wir glauben nicht. Aber früher war das Gang und Gäbe: Hauptsache angesagt!!! Der Grund für diese Absägerei war, dass man sein Rad um einige Gramm erleichtern wollte. Der Nachteil, dass man das Rad dann nicht mehr so gut lenken konnte. Naja, jedem Jeck jefällt sing Lenker wie der Kölner sagt.

U-Bremsen

Die U-Bremse oder auch unter U-Brake bekannt, war in der 80ern im Umlauf und gehört auch zu den Fahrrad Fails des letzten Jahrhunderts. Die U-Brake war eine Mittelzugbremse mit zwei Aufhängungspunkten, die jeweils oberhalb der Felge angebracht sind. Hört sich erstmal praktisch an, war es aber nicht. Denn die Bremse war keine langfristige Investition. Bereits nach einigen Fahrten sammelte sich Schmutz oder Matsch auf den Bremsklötzen und die Bremswirkung ließ schnell nach. Aber gut, auch das kann man positiv sehen, denn wer später bremst, fährt länger schnell.

Das Bodybuilding Bike

Ja richtig gelesen. Und diese Erfindung können wir nicht einfach auf die 90er schieben. Denn dieses Bike wurde 2011 von einem kreativen und wahrscheinlich sehr gelangweilten Franzosen präsentiert. Es funktioniert folgendermaßen: Einerseits könnt ihr es als normales Fahrrad nutzen. Andererseits kann man den Lenker so einstellen, dass sich dieser abwechselnd nach links und rechts kippen lässt. So hat der Radler das Gefühl, er würde Gewichte stemmen ohne in die Muckibude gehen zu müssen. Wer besonders großen Wert auf seinen Bizeps legt, sollte sich eine unebene Fläche, wie z.B. Sand suchen. Durch den Widerstand erschwert sich das Training. Voll toll.

Die Hörnchengriffe

Hört sich nicht nur niedlich an, war es irgendwie auch. Mit diesen feschen Teilen tunte man in den 90ern gern sein Lenkrad. Überdimensional lang, richteten sich dann die sogenannten Hörnchen im 90 Grad Winkel gen Himmel. Wozu? Das weiß man nicht. Obwohl sie heute, nach jahrelanger Modernisierung, doch tauglich sein können. In der modernen Welt sind diese nämlich ergonomisch geformt und bei Weitem nicht mehr so lang. Sie können oder sollten nach vorn geneigt angebracht werden. Dies dient zur Verlagerung des Oberkörpers nach vorne und erleichtert die Überwindung des Hindernisses bei sehr steilen Steigungen.

Der Kaffeebecherhalter

Wenn eine Erfindung zu den Fahrrad Fails gehört, dann das.
Das kennt doch jeder. Man fährt mit 30 Klamotten durch den Wald und denkt sich: jetzt nen Kaffe. Und da kommt ein Genius daher und denkt sich dasselbe. “Ich entwerfe den Kaffeebecherhalter für das Fahrrad.” Befestigt wird dieses Ding natürlich am Lenkrad, sodass der heiße Kaffee bei einer Vollbremsung auch definitiv auf eurer Kleidung oder sogar Haut landet. Genial!!

Das Propeller Fahrrad

Fahrrad fahren mit Propeller geht nicht? Doch, sagt der Hersteller. Der Propeller soll an dem Gepäckträger befestigt werden. Das soll bei jedem Fahrrad möglich sein. Der Sinn dahinter ist natürlich, dass man schneller unterwegs ist. Aber der Nachteil ist, dass es gefährlich werden kann. Nicht nur für euch als Radfahrer, sondern auch für eure Umgebung. Laut Hersteller soll man dann auch gar nicht mehr in die Pedalen treten müssen, sondern kann sich zurücklehnen und der Propeller übernimmt die Arbeit. Wir fragten uns jedoch: warum nicht gleich Mofa fahren?!

Das Nähmaschinen Fahrrad

Diese bahnbrechende Erfindung haben wir dem  Bastler Russel E. Oakes. Wie er auf die Idee kam, werden wir wahrscheinlich nie erfahren. Aber angeblich bekam der junge Mann eines Tages eine Nähmaschine zum Geburtstag und wusste nicht recht, was er damit anfangen sollte. Außer natürlich,  ein Nähmaschinen Fahrrad zu bauen. Dieses Gefährt kann man sich folgendermaßen vorstellen: In der Mitte befindet sich ein Tisch mit integrierter Nähmaschine. Jeweils links und rechts sind dann die Räder montiert und nur der Hintermann tritt auf die Pedalen. Sowohl vorne als auch über der Nähmaschine darf Platz genommen werden, wobei der Mitfahrer oben den Lenker bedienen und der Vordermann einfach die Aussicht genießen darf. Mensch Oakes, du drehst doch am Rad!

Was würde Karl Drais wohl dazu sagen?  Wahrscheinlich sowas ähnliches wie: Wo ein Genie auftaucht, verbrüdern sich die Dummköpfe. Wir von Radbonus sind gespannt, welche Fahrrad Fails sonst noch auf uns zukommen.

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